Ammerländer Spezialitäten

Schinken, Aal und ein ganz spezieller Trunk

Das Ammerland und die Gemeinde Bad Zwischenahn sind für ihre wunderschöne Natur, ihre Lage am Zwischenahner Meer und die bezaubernde Rhododendrenblüte im Frühling bekannt. Doch ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit: Denn neben den landschaftlichen Reizen lockt die Region auch mit kulinarischen Besonderheiten, die ihresgleichen suchen. Wer das Besondere mag, wird hier viel Freude haben.

Gemütliches Essen zu zweit: Fischgericht und Bier am Tisch

Ammerländer Schinken

Manchmal können die einfachen Dinge richtig glücklich machen: zum Beispiel der Biss in ein herzhaftes Schinkenbrot. Im Ammerland und darüber hinaus schätzt man den Ammerländer Schinken als wahre Delikatesse. Er reift für mindestens sechs Monate, wird von Hand schonend gesalzen und über Buchenholz geräuchert. Das verleiht ihm einen einmalig milden Geschmack und seine charakteristische rote Färbung. Wie entsteht so ein Produkt der Spitzenklasse? Viel Liebe zum Detail, beste Zutaten, traditionell bewahrtes Wissen – und dazu das Ammerländer Klima schaffen beste Voraussetzungen. Ein besonderer Genuss erwartet euch zur Spargelzeit, wenn das beliebte Gemüse auf die zarte Schinkenspezialität trifft.

In Apen befindet sich die älteste Schinkenräucherei des Ammerlandes, die heute ein Museum beherbergt. Aber Achtung, es öffnet für Besucher nur auf Anfrage.

Schinkenräucherei Apen

 

Smoortaal

Ein Gaumenschmaus für Fischliebhaber: das ist der traditionelle Ammerländer Räucheraal, der hier Smoortaal heißt. Einst sicherte die Aalfischerei in der Region die Existenz der Fischer – sie lebten nicht nur vom Verkauf der Fische, sondern begannen auch, sie in Öfen über Erlen- oder Buchenholz zu räuchern und legten so den Grundstein für die Delikatesse. Diese Delikatesse erfreut sich bis heute großer Beliebtheit bei Einheimischen und Gästen. Und das liegt nicht nur am köstlichen Geschmack des Aals, sondern auch an der ebenso außergewöhnlichen wie geselligen Art des Essens: Der Aal wird nämlich mit der Hand gegessen. Dabei wird zuerst die Haut abgezogen und dann das Fleisch von der Gräte abgeknabbert. Nicht gerade vornehm, aber sehr unterhaltsam. Und ganz wichtig: Nach dem Essen waschen alle ihre Hände in Korn – dann riechen sie auch nicht mehr nach Aal.

Ammerländer Löffeltrunk

Apropos Korn: Zu einem echten Smoortaal-Essen gehört auch ein „hochprozentiger“ Abschluss. Und auch dabei erwartet euch eine echte Ammerländer Besonderheit. Der klare Weizenkorn wird auf einem Zinnlöffel ausgeschenkt – dann wechseln Gastgeber und Gäste einen plattdeutschen Trinkspruch. An dessen Ende sollen die Löffel so leergetrunken sein, dass beim Umdrehen nichts mehr heraustropft. Ist das nämlich doch der Fall, beginnt die Zeremonie von vorn. Ganz wichtig: Den Löffel hält man dabei in der linken Hand. Der Grund dafür liegt – zum Glück – weit zurück: In der Entstehungszeit des Brauchs waren die Zeiten kriegerisch und die rechte Hand sollte daher immer wehrhaft bereit sein.

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