Kutterhäfen & Fischerdörfer

Nordsee-Gefühl pur

Was macht einen Bummel entlang eines norddeutschen Kutterhafens so einmalig? Uns fallen viele Gründe ein. Einer der wichtigsten ist vielleicht, dass ihr hier die Möglichkeit habt, in authentische Lebensart an der Nordsee einzutauchen. Denn wenngleich die kleinen Häfen mit den bunten Booten unter dem nordisch weiten Himmel wie gemalt wirken mögen: Hier gibt es keine museale Vorführung zu bestaunen – sondern echtes maritimes Leben, das auf der langen Tradition des Fischfangs beruht. In den Häfen könnt ihr den Fischern dabei zusehen, wie sie ihre Boote klar zum Ablegen machen oder zu ihrem Heimathafen zurückkehren. Wenn wir euch einen Tipp geben dürfen, dann wäre das dieser: Nehmt euch Zeit zum Bummeln und Beobachten, schnappt euch eines der köstlichen frischen Fisch- oder Krabbenbrötchen und lasst einfach die besondere Atmosphäre auf euch wirken.

Highlights in den Kutterhäfen

Kutterhafen ist gleich Kutterhafen? Aber nein! Jeder dieser Orte hat seinen eigenen Charakter, und es lohnt sich auf die Suche nach dem persönlichen „Lieblingshafen“ zu gehen. Ein paar Ideen als Inspiration für eure Entdeckungstouren stellen wir hier vor:

 

  • Fischereihafen Greetsiel
    Greetsiel ist bekannt für seinen malerischen, über 600 Jahre alten Kutterhafen mit vielen kleinen Giebelhäusern. Hier lässt sich die größte Kutterflotte Ostfrieslands bestaunen.

  • Neuharlingersiel
    Hier gibt´s nicht nur die idyllische Kulisse für die Augen, sondern auch Feines für die Ohren: Jeden Sonntagvormittag in der Saison (März-Oktober) singen hier Shanty-Chöre. Der Hafen ist auch Ausgangspunkt für Ausflugsfahrten.

  • Ditzum
    Auch im Binnenland gibt es wunderschöne Häfen zu entdecken! Zum Beispiel im Fischerort Ditzum. Hier liegen Yachten und Kutter in einem typisch ostfriesischen Sielhafen. Die kleine Emsfähre nach Petkum legt in Ditzum ab.

  • Wurster Nordseeküste
    Gleich drei sehenswerte Häfen reihen sich entlang der Küste zwischen Cuxhaven und Bremerhaven auf. In Dorum-Neufeld, Spieka-Neufeld und Wremen lässt sich hautnah erleben, welche wichtige Rolle die Fischerei in der Region spielt.
Fischkutter in Hafen

Verweilen im Fischerdorf

Für alle, die nach dem Hafenbummel noch Lust auf weitere Entdeckungen haben, haben wir gute Nachrichten: Denn wo ein malerischer Kutterhafen ist, ist das dazugehörige Fischerdorf in aller Regel nicht weit. In diesen Dörfern schlendert ihr durch stimmungsvolle Gassen, die von historischen Häuserzeilen gesäumt werden und könnt in urigen Restaurants oder gemütlichen Teestuben einkehren. Zum Beispiel im ostfriesischen Greetsiel, das mit seinen bunten Giebelhäusern aus dem 17. Jahrhundert als echtes Bilderbuchdorf gilt. Kunstliebhaber kommen in Fedderwardersiel auf der Halbinsel Butjadingen auf ihre Kosten: Dort liegt direkt am Wattenmeer eine Freiluft-Kunstpromenade. Sie wird von Statuen und Skulpturen gesäumt, die sieben renommierte Künstler geschaffen haben. Wer sich für die Geschichte der Fischerei interessiert, findet in vielen der kleinen Dörfer liebevoll geführte Museen.

In Wremen gibt es einmal im Jahr sogar ein Fest, bei dem sich alles um die Nordsee-Krabbe dreht! Bei den Meisterschaften im Krabbenpulen und einem bunten Begleitprogramm treffen sich Einheimische und Gäste zum fröhlichen Klönschnack.

Küste, Kultur & Kulinarik

Eintauchen in maritime Kultur, viel frische Seeluft und ebenso viele Eindrücke: Da kommt der Hunger früher oder später ganz von allein. Ein Glück, dass sich die Erträge der Fischerei in den allermeisten Kutterhäfen fangfrisch verspeisen lassen. Auch wenn der Kauf von Fisch und Krabben direkt von Bord der Boote nicht überall möglich ist, so muss doch niemand hungrig bleiben: Stände in den Häfen und Restaurants in den Fischerdörfern bieten Krabbenbrötchen & Co meist nur wenige Schritte entfernt vom Hafentrubel an. Ein Muss für alle, die es auch auf ihrem Teller gern traditionell nordisch mögen und der perfekte Abschluss (oder Auftakt) eines Küstenbummels.

Fischerei an der Wurster Nordseeküste