Ostfriesentee

Nicht nur irgendein Tee

Tee und Zahlen, passt das zusammen? In diesem Fall schon – denn wir starten mit ein paar eindrucksvollen Zahlen und Daten rund um den Ostfriesentee: Wusstest du zum Beispiel bereits, dass die Ostfriesen so etwas wie die Europameister im Teetrinken sind? Bei über 300 Litern liegt der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch. Zum Vergleich: Der deutschlandweite Durchschnitt liegt bei gerade einmal 25 Litern, und auch andere europäische Länder kommen nicht heran an den Tee-Genuss in Ostfriesland.

Café Teetied

Kleine Geschichte des Ostfriesentees

Die Teekultur ist in der Region so tief verwurzelt, da die Ostfriesen bereits Anfang des 17. Jahrhunderts als erste Europäer Bekanntschaft mit dem aromatischen Getränk machten. Der Tee fand seinen Weg über holländische Kaufleute nach Ostfriesland. Während er zunächst vor allem zu medizinischen Zwecken eingesetzt wurde, erfreute sich das wärmende Getränk bald auch bei den Fischern großer Beliebtheit – gerne ergänzt durch einen Schuss Rum. Von dort aus wurde er schnell auch im Alltagsleben populär. Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten ostfriesischen Teehandelshäuser, die eigene Teemischungen kreierten.

Und was steckt drin?

Ostfriesentee schmeckt kräftig und aromatisch. Er besteht in der Regel zu mindestens 80 Prozent aus würzigem Assamtee. Dazu werden, je nach Rezeptur, Tees aus Java oder Sumatra gemischt. Bei Teetrinkern ist er weit über die Grenzen Ostfrieslands hinaus beliebt. Allerdings: Das Gefühl, nach einem Spaziergang am Strand einzukehren und einer echten ostfriesischen Teezeremonie beizuwohnen, das gibt es eben nur hier: in der Heimat des Ostfriesentees.

Und diese besondere Zeremonie gehört nicht nur zum Teegenuss dazu, sondern ist ein echtes Symbol ostfriesischer Lebensart. Seit 2016 ist sie sogar als immaterielles Kulturgut von der UNESCO ausgezeichnet. Du willst mehr über die Teezeremonie und ihre Bedeutung für die ostfriesische Kultur erfahren?

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